DSA Ing. Wido Nägele
"Werde der Du bist!" Friedrich Nietzsche
 
 
 

WAS IST EXISTENZANALYSE & LOGOTHERAPIE?

Die Existenzanalyse wurde von Viktor Frankl als anthropologische Theorie (Theorie über den Menschen) für eine existentielle Richtung der Psychotherapie und Beratung entwickelt. Aus ihr entwickelte Frankl zur selben Zeit die Logotherapie als eine sinnorientierte Beratungs- und Behandlungsform.

Existenzanalyse bedeutet im heutigen umfassenden Sinne Analyse der Bedingungen für ein wertfühlendes, selbstgestaltetes und menschenwürdiges Leben. Die Existenzanalyse arbeitet an den personalen Voraussetzungen für eine sinnvolle Existenz, wo diese durch seelische Krankheiten und Störungen verschüttet sind.

Sie hat als theoretischen und praktischen Hintergrund das Konzept der Grundmotivationen, die als "Bausteine der Existenz" systematisch im Beratungs- und Therapiegespräch eingesetzt werden.

Als Ziel sieht die Existenzanalyse, daß der Mensch von seinen Wahlmöglichkeiten so weit Gebrauch machen kann, daß er zu einer „affirmativen Haltung“ (Lebensbejahende Haltung und positive Zustimmung) zu sich und zu seinem Leben kommen kann. Um dieses Therapieziel eines „Lebens mit innerer Zustimmung“ (d.h. in Freiheit und Verantwortung) zu erreichen, liegt die Hauptarbeit in der Regel im Finden eines Zugangs zur eigenen Emotionalität, welche die Basis einer authentischen Lebensführung darstellt.

Die Existenzanalyse folgt der humanistischen Tradition insofern, als die Therapie an den personalen Kräften des Menschen anknüpft. Existenz bedeutet somit ein in innerer und äußerer Abstimmung vollzogenes und daher vor sich selbst verantwortetes und nach Maßgabe der Möglichkeiten gestaltetes Leben.

Darüber hinaus steht ihr für die Therapie die Methodik der "Personalen Existenzanalyse" zur Verfügung. Diese existentielle und phänomenologische Methode der Psychotherapie, ermöglicht es, Störungen tiefenpsychologisch mit Existenzanalyse zu behandeln. 

Diese umfassende Form der Existenzanalyse wurde in der GLE von DDr. Alfried Längle und seinen MitarbeiterInnen entwickelt.

Das Konzept stellt somit eine Weiterführung des Franklschen Ansatzes dar, wobei insbesondere die Emotionalität und die Biographie in die Arbeit einbezogen werden.

Für weitere Informationen: www.gle.at


Quellen:

http://www.gle.at

Alfried Längle "Der Diagnoseprozess in der Estistenzanalyse"

Alfried Längle (1999) Existenzanalyse – Die Zustimmung zum Leben finden. In: Fundamenta Psychiatrica 12, 139-146

Alfried Längle (2003) Emotion und Existenz. Wien: WUV-Facultas

Literaturempfehlungen:

Viktor Frankl „Trotzdem ja zum Leben sagen“

Alfried Längle „Sinnspuren - Dem Leben antworten“

 
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